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Das Punschfest 2023

Am 11. Dezember 2023 hat der Vorstand die Mitglieder der AVÖ erneut zu einem vorweihnachtlichen Zusammentreffen auf die Dachterrasse des KLYO Urania eingeladen. Bei milden Wintertemperaturen haben über 75 AVÖ-Mitglieder Punsch, Glühwein sowie andere Getränke, begleitet von Maroni und knusprigen Kartoffelpuffern, genossen. Die Dachterrasse war kurzzeitig so belebt, dass es erforderlich war sich regelrecht zur Bar vorzukämpfen. Trotzdem blieb die Atmosphäre lebhaft und einladend. Sogar zum offiziellen Ende gegen 21.30 Uhr verweilten noch zahlreiche Aktuare und Aktuarinnen auf der Veranstaltung, was eindeutig zeigt, dass der Austausch zwischen den Teilnehmern florierend stattfand und alle Anwesenden den Abend in vollen Zügen genossen haben. Nachfolgend finden sich ein paar Eindrücke.

Wochenendübung Sommersemester

Um die Studierbarkeit für berufstätige angehende Aktuar:innen zu erhöhen, dürfen wir an dieser Stelle von einer gemeinsamen Initiative der AVÖ und des Forschungsbereichs für Finanz- und Versicherungsmathematik (FAM) der TU Wien mit ebendiesem Ziel berichten. Konkret wird es ab dem kommenden Sommersemester erstmalig die Möglichkeit geben, die für die Aktuars-Ausbildung verpflichtende Übung „Finanzmathematik 1: diskrete Modelle“ im klassischen Kreuzerlübungs-Format geblockt an Terminen speziell für berufstätige Studierende abzulegen. Konkret wird es sich um vier Termine handeln, die jeweils an einem späteren Nachmittag eines Freitages liegen. Weiters wird es einige Tage vor der Vorlesungsprüfung einen Abschlusstermin via Zoom geben, bei dem unter anderem die Möglichkeit bestehen wird, Fragen zu den Kursinhalten zu stellen. Weitere Details sind unter https://tiss.tuwien.ac.at/course/courseDetails.xhtml?dswid=7503&dsrid=77&courseNr=105595&semester=2024S

zu finden.

Zu den Inhalten zählen wichtige Resultate der zeitdiskreten Finanzmathematik, vor allem in Hinblick auf Arbitragefreiheit und die Bewertung und das Hedgen sowohl von europäischen als auch amerikanischen Optionen. Die Untersuchung des Überganges des Binomialmodells hin zum (zeitstetigen) Black-Scholes-Modell sowie Überlegungen zu den optimalen Ausübungszeitpunkten von amerikanischen Optionen runden das Semester ab. Für weitere Fragen verweisen wir an Herrn DI Kristof Wiedermann, der den Kurs im kommenden Semester leiten wird.

kristof.wiedermann@tuwien.ac.at

Das Jungaktaurstreffen geht in die nächsten Runden

Wir freuen uns, dass am 19. Oktober ein weiteres Jungaktuarstreffen der AVÖ stattgefunden hat! Auch dieses Treffen war wieder sehr gut besucht und etwa 30 Aktuarinnen und Aktuare haben einen kurzweiligen und gemütlichen Abend im Belvedere verbracht – vielen Dank an B&W Deloitte für die großzügige Einladung.

 

Wir freuen uns, dass wir bereits den Termin des nächsten Jungaktuarstreffens bekanntgeben können: Es findet am 20. Februar 2024 ab 18 Uhr im DC-Tower statt – vielen Dank an PwC für die Einladung. Nähere Infos folgen wie gewohnt per Mail.

 

AAE-Meeting in Köln, 04.-06.10.2023

Anfang Oktober 2023 fand wieder das Herbsttreffen der Actuarial Association of Europe (AAE) statt. Gastgeber dieses Jahr war die Deutsche Aktuarvereinigung, die die Veranstaltung in Köln organisierte. Die AVÖ war durch ihre Repräsentat:innen in den Committees vertreten. Zum ersten Mal bei einem AAE-Meeting waren Dr. Christina Ziehaus, welche von Prof. Dr. Christian Buchta die Vertretung im Education Committee übernommen hat, und DI Annemarie Pollroß, welche von Dr. Karin Hirhager die Vertretung im Professionalism Committee übernommen hat, dabei. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Prof. Dr. Christian Buchta für das langjährige internationale Engagement! Dr. Karin Hirhager hat mit diesem Meeting die Vertretung der AVÖ in der General Assembly übernommen, da Dr. Hartwig Sorger in das AAE Board gewählt wurde. Wir freuen uns sehr, dass Dr. Hartwig Sorger diese ehrenvolle Position erhalten hat und damit eine großartige Möglichkeit hat aktuarielle Themen auf europäischer Ebene voranzubringen. Insgesamt war es eine großartige Veranstaltung mit vielen spannenden Diskussionen. Berichte zu den fachlichen Inhalten der Committees werden wie gewohnt in der nächsten ordentlichen Generalversammlung vorgestellt.

Bericht zur außerordentlichen Generalversammlung der AVÖ am 30.11.2023

Am 30.11.2023 fand eine außerordentliche Generalversammlung der Aktuarvereinigung Österreichs statt. Hintergrund dieses Termins war die Vorstellung der geplanten Änderungen an den Statuten, der Geschäftsordnung und der CPD-Richtlinie. Aufgrund der wenigen Themen wurde diese außerordentliche Generalversammlung rein online abgehalten.

Dr. Hartwig Sorger hat die Generalversammlung eröffnet und Ulrike Ebner hat die Ressortzuständigkeiten des seit Juni 2023 amtierenden Vorstands vorgestellt. In Zukunft hat jeder Arbeitskreis einen festen Ansprechpartner aus dem Vorstand, damit soll der Austausch mit den Arbeitskreise mit dem Vorstand und so manche Entscheidungsfindungen besser und effizienter gestaltet werden.

Anschließend stellte Dr. Karin Hirhager die geplanten Änderungen an den Statuten und der Geschäftsordnung vor. Sämtliche Unterlagen wurden bereits im Mitgliederbereich zur Begutachtung und Diskussion zur Verfügung gestellt, es gab dazu keine Rückmeldungen.

Anschließend stellten Dr. Jonas Hirz und Dr. Christina Ziehaus die CADS-Ausbildung (Certified Actuarial Data Scientist) vor, welche in den Statuten und der Geschäftsordnung aufgenommen werden soll. Dabei wurde herausgestrichen, welches Potenzial in den Data Science Methoden liegt und wie wichtig es ist, dass hier auch Aktuare Ihre Expertise einbringen. Die Regelungen zur CADS-Ausbildung bilden einen Anhang zur Geschäftsordnung.

Zu guter letzte stellte Dr. Christina Ziehaus die geplante CPD-Richtlinie vor. Im Zuge der Begutachtungsphase gab es viele Rückmeldung zu diesem Dokument, die eingebrachten Rückmeldungen wurden im Vorfeld diskutiert und gegebenenfalls der Richtlinien-Vorschlag entsprechend angepasst. Dr. Christina Ziehaus erläuterte ausführlich die Überlegungen, die hinter den Änderungen stehen und in welcher Form die Rückmeldungen in der Überarbeitung berücksichtigt wurden bzw. gegebenenfalls auch nicht berücksichtigt werden konnten.

 

Save the Date – Außerordentliche Generalversammlung – 30.11.2023

Aktuell sind einige Änderungen an unseren Vereinsdokumenten geplant. Angedacht sind Anpassungen an den Statuten, der Geschäftsordnung und der CPD-Richtlinie. Diese Änderungen sollen im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung zur Abstimmung gelangen.

Angedacht sind folgende  Änderungen:

  • In den Statuten soll der Arbeitskreis „Veröffentlichung“ in „Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsförderung“ umbenannt und ein neuer Arbeitskreis „Berufsständisches“ eingeführt werden, der sich um die Pflege der Statuten, Geschäftsordnung, ESAPs, ISAPs und Ähnliches kümmern soll.
  • Die Einführung des Titel CADS soll analog zu CERA erfolgen. Dies wird zu Anpassungen in den Statuen und der Geschäftsordnung führen.
  • Die Beschreibung der außerordentlichen Mitglieder in den Statuen soll so angepasst werden, dass klargestellt ist, dass auch andere Studienrichtungen willkommen sind.
  • Die Regelungen der Vorstandssitzungen in der Geschäftsordnung sollen angepasst werden, sodass auch der Generalsekretär den Vorsitz der Sitzung übernehmen kann.
  • Des Weiteren soll auch die CPD-Richtlinie überarbeitet werden, sodass diese auch die Inhalte der CPD-Leitlinie abdeckt und auch die Weiterbildung via Online-Angeboten geregelt ist.

 

Derzeit werden die angedachten Änderungen in den betroffenen Arbeitskreisen und –gruppen diskutiert und aufbereitet. Rechtzeitig vor der außerordentlichen Generalversammlung sollen die überarbeiteten Dokumente im Mitgliederbereich zur Verfügung gestellt werden. Im Anschluss wird es ausreichend Zeit zur Begutachtung durch die Mitglieder geben. Die von den Mitgliedern eingebrachten Stellungnahmen werden (auf Wunsch anonym) im Mitgliederbereich veröffentlicht um eine möglichst transparente Diskussion der geplanten Änderungen führen zu können. Die Rückmeldungen werden dann so gut wie möglich berücksichtigt und mit eingearbeitet. Der finale Vorschlag wird dann vor der außerordentlichen Generalversammlung zur Verfügung gestellt.

Die außerordentliche Generalversammlung, in der der finale Vorschlag der Dokumente vorgestellt wird, soll am 30.11.2023 online stattfinden. Im Nachgang wird es wieder eine Online-Abstimmung im Mitgliederbereich der Homepage geben.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung im Rahmen der Begutachtung und viele Teilnehmer:innen bei der geplanten außerordentlichen Generalversammlung!

Vorstandsklausur in Altlengbach

Nach Bestätigung durch die Wahl hat sich der neu zusammengesetzte Vorstand am 28. und 29. Juli 2023 in Altlengbach für eine Klausur zusammengefunden. Dies war eine gute Gelegenheit, sich in der neuen Besetzung zusammenzufinden und die Strategie für die nächsten Jahre zu diskutieren.

Zu Beginn galt es natürlich zuerst Christina Ziehaus im Vorstand herzlichen willkommen zu heißen. Wir freuen uns sehr, dass sie sich bereit erklärt hat im Vorstand mitzuwirken und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Um in den nächsten Jahren eine effiziente Arbeitsweise sicherzustellen, wurden die organisatorischen Rahmenbedingungen besprochen und es wurden klare Verantwortlichkeiten definiert. In Zukunft soll jede:r Arbeitskreisleiter:in eine:n direkte:n Ansprechpartner:in im Vorstand haben. Damit soll der Austausch zwischen Vorstand und Arbeitskreisen effizienter gestaltet werden. Die Vorstandsmitglieder werden diesbezüglich auf die Arbeitskreisleiter:innen zukommen.

Als Auftakt für die strategische Planung der nächsten Jahre wurden die eingebrachten Rückmeldungen im Rahmen der Generalversammlung und des Feedbackbogens gesichtet und diskutiert. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Bedanken, die sich die Zeit genommen haben, den Feedbackbogen auszufüllen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind ein wertvoller Input für die Arbeit der nächsten Jahre.

Die wohl größte Herausforderung der nächsten Jahre wird die Gewinnung neuer Aktuar:innen sein. Dafür braucht es eine Möglichkeit, die Aktuarausbildung berufsbegleitend absolvieren zu können. Die TU Wien hat bereits angeboten, die für die Aktuarausbildung verpflichtenden Übungen der versicherungsmathematischen Fächer in einer geblockten Form anzubieten. Des Weiteren versuchen wir in Kooperation mit FHs und auch über die ÖFdV entsprechende Ausbildungsangebote aufzusetzen. Hier möchten wir besonders Markus Mittendorfer danken, der sich sehr intensiv engagiert eine Ausbildungsschiene über FHs aufzusetzen, damit die Aktuarausbildung auch für Kandidat:innen aus den Bundesländern gut machbar ist.

Außerdem müssen wir es schaffen, den Beruf  Aktuar:in bekannter zu machen, sodass mehr junge Menschen eine entsprechende Ausbildung einschlagen. Auch für diese Problematik hat sich bereits eine kleine Arbeitsgruppe gebildet, die mit großem Engagement das Thema vorantreibt. Hier möchten wir Julia Eisenberg danken, die sich stark für die Attraktivierung des Berufsbildes einsetzt und dank der Unterstützung durch UNIQA in der Generalversammlung auch schon erste Ergebnisse der Arbeitsgruppe präsentieren konnte.

Zu guter Letzt war natürlich auch die anstehende Überarbeitung der Statuten, der Geschäftsordnung und der CPD-Richtlinie ein Thema für unsere Klausur.

Es waren wieder zwei intensive Tage, die uns sicherlich eine guten Auftakt für die Arbeit in den nächsten Jahren gegeben haben. Wir werden weiterhin unser Bestes geben, um die Aktuarvereinigung in Ihrem Sinne weiterzuentwickeln und nach innen und außen zu vertreten.

Neues Informationsblatt zum Thema Auswirkungen von ESG Risiken auf Solvency 2 Risikomodule

Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel bringen erhebliche Herausforderungen für die Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Underwriting- und Investitionsentscheidungen und Risikomessung.  Nachhaltigkeitsrisiken können sich potenziell negativ auf alle Geschäftsbereiche und Risikoarten auswirken.

Das Übersichtsblatt des Arbeitskreises ESG soll deshalb als Hilfestellung dienen, Nachhaltigkeitsrisiken in den bereits bestehenden Risikokategorien zu berücksichtigen und zu untersuchen, inwiefern ESG-Risiken die einzelnen Solvency 2 Risikotypen kurz-, mittel- und langfristig beeinflussen und inwiefern sich dadurch die Abhängigkeitsstrukturen der einzelnen Risikokategorien verändern können .

Nachhaltigkeitsrisiken beschränken sich hier nicht auf Klimathemen, sondern beinhalten auch ökologische und soziale Trends und Fragestellungen. Es werden sowohl “E” (Environmental) als auch “S” (Social) und “G” (Governance) Risiken berücksichtigt

 

Im Interview: Eva Pasztor

  • Ich bin Aktuarin geworden, weil …

…Mathematik immer mein Steckenpferd war, egal in welchem Land ich gerade zur Schule gegangen bin. Später im Studium konnte ich bei einem Unternehmensbesuch von der TU Wien teilnehmen, wo ein Aktuar über die Chancen und Herausforderungen der anstehenden Unisex-Umstellung berichtet hat. Das hat mich fasziniert.

  • Mich interessieren fachlich …

…von der Produktentwicklung ausgehend über die Analyse des Risikoappetits bis zur Steuerung der Unternehmensergebnisse sind vielseitige Themenfelder, die mich immer wieder aufs Neue mit spannenden Aufgaben erfüllen. Aktuell bin ich mit meinem Team für die Validierung eines internen Modells im Risikomanagement zuständig.

  • Aktuelle Herausforderungen für Aktuar:innen sind…

…immer mehr funktionsübergreifend zu denken, sei es zum Thema ESG, IFRS17 oder Digital Operational Resilience Act (DORA), etc..

  • Berufseinsteiger:innen rate ich, …

keine Scheu vor neuen Herausforderungen zu haben.

  • Welche Vorteile hat die AVÖ für junge Mitglieder?

Junge AVÖ Mitglieder haben über die AVÖ einen Zugang zu einem fachlichen Netzwerk, wo genug Platz für Austausch geboten wird und die neuen Entwicklungen in der Branche diskutiert werden.

Erstmalig gibt es das Interview in voller Länge auch als Video-Podcast: zum Video

Generalversammlung und Vorstandswahl

Wir freuen uns, dass wir dieses Jahr bei der Generalversammlung wieder zahlreiche Mitglieder in Präsenz, aber auch Online, begrüßen durften. Im Zuge vieler persönlicher Gespräche, aber auch basierend auf den Online-Rückmeldungen ist die Abhaltung der Generalversammlung das Event der AVÖ, bei dem die Mitglieder vor allem den persönlichen Austausch mit Kolleg:innen sehr schätzen, der in den letzten Jahren durch viele Online-Veranstaltungen ein bisschen verloren gegangen ist.

Die Generalversammlung wurde wieder mit spannenden Vorträge zu den aktuellen Themen zum Finanzmarkt, ESG und Cyber Risk eingeleitet. Auch hier konnten wir wieder hochkarätige Vortragende gewinnen und freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen.

Wir durften auch wieder unseren Förderpreismitgliedern zu ihren eingereichten Abschlussarbeiten herzlich gratulieren!

Präsident Hartwig Sorger und meine Vorstandskolleg:innen sowie die Vertreter der Arbeitskreise berichteten über die Tätigkeiten der letzten Jahre sowie über die kommenden Herausforderungen des Aufsetzens einer berufsbegleitenden Ausbildung und der Nachwuchsförderung um auch zukünftig wieder viele Aktuarinnen und Aktuare in unserer Vereinigung begrüßen zu dürfen.

Dieses Jahr fand im Anschluss an die Generalversammlung wieder die Wahl des Vorstands, der Beiräte und Gremien statt. Der bestehende Vorstand stellte sich wieder der Wahl, Manfred Rapf und Christian Buchta sind auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Ich möchte mich auf diesem Weg sowohl im Namen des Vorstands aber in erster Linie auch persönlich bei Manfred Rapf für die jahrelange gute Zusammenarbeit – sowohl beruflich als auch in der AVÖ – bedanken.  Mit Christian Buchta kann ich auf nur 3 Jahre gemeinsame Arbeit in der AVÖ zurückblicken, die für mich sehr prägend waren, denn Christian hat oft sehr wertvolle Gedanken eingebracht, die mich angeregt haben über manches vielleicht ein bisschen mehr nachzudenken. Wir freuen uns alle, dass wir mit Christina Ziehaus eine Expertin im Bereich Ausbildung im Vorstand der AVÖ begrüßen dürfen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit in den nächsten drei Jahren.

Ich möchte mich bei allen Mitgliedern für Ihre Teilnahme an der Generalversammlung, aber auch für die viele ehrenamtliche Mitarbeit bedenken. Denn wir sind ein Verein und brauchen die tatkräftige Unterstützung vieler Hände bzw. Köpfe um alle unsere Themen abzuarbeiten und da freut es mich ganz besonders, dass ich sehr viel Engagement vor allem auch von unseren jungen Mitgliedern wahrnehme. Als ich vor 6 Jahren Mitglied des Vorstands wurde, habe ich es mir zum persönlichen Ziel gesetzt, die Brücke zwischen den erfahrenen und jungen Aktuar:innen zu bilden um unsere Stärken zu bündeln und uns auch zukunftsfit zu machen. Ich weiß, es ist noch sehr viel zu tun, aber es gibt unglaublich viele gute Ideen und das stimmt mich zuversichtlich, dass wir gemeinsam den Weg der AVÖ als Berufsvertretung der Aktuarinnen und Aktuare auch in den nächsten Jahren im Sinne aller Mitglieder gehen werden.

Vielen Dank an alle für die vielen gemeinsamen Gespräche und das wirklich tolle Miteinander!

Ulrike Ebner

Arbeitskreis „Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsförderung“ stellt sich vor

Einigen ist der Arbeitskreis noch unter dem Titel „Veröffentlichungen“ bekannt. Der neue Name wurde auf der AVÖ-Vorstandsklausur vorgeschlagen und bedarf noch der Zustimmung der außerordentlichen Generalversammlung. Neben dem Namen gibt es noch weitere Änderungen. Per 01.07.2023 hat René Knapp die Arbeitskreisleitung an Philip Plank übergeben. Bei der Neuaufstellung wurden Verantwortlichkeiten für die aktuellen Teilgebiete vergeben. Neben den Kommunikationskanälen Newsletter, Homepage und LinkedIn Kanal, werden Kooperationen mit dem Organisations-Team der Mathematik-Olympiade, sowie mit der HTU, der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Wien, gepflegt. Darüber hinaus sollen weitere Video-Podcast mit Aktuar:innen im Gespräch erstellt werden. Die erste Folge „AVÖ Hautnah“ ist bereits aufgenommen und wird mittels LinkedIn Kanal beworben.

Ziel des Arbeitskreises ist u.a. die Stärkung des Berufsbildes der Aktuar:in. Eine hohe Nachfrage am Arbeitsmarkt sowie wachsende regulatorische Anforderungen benötigen immer mehr Aktuar:innen. Deswegen bekommt das Thema „Nachwuchsförderung“ einen hohen Stellenwert und wird ebenfalls als eigener Agenda Punkt in den Arbeitskreis aufgenommen. Erste Maßnahmen sind Einblicke in den Berufsalltag zu vermitteln sowie generell den Bekanntheitsgrad des Tätigkeitsfeldes zu erhöhen. Darüber hinaus können andere Arbeitskreise die Kanäle der AVÖ nützen, um ihre Beiträge weiterzugeben und die Gemeinschaft zu informieren.

 

Aktuelle Mitglieder:innen des AK Öffentlichkeitsarbeit sind:

  • Valerie Eberhartinger
  • Ulrike Ebner
  • Philip Plank
  • Felix Radlinger
  • Victoria Zach

 

Wer Interesse hat, aktiv mitzuwirken und speziell bei der Nachwuchsförderung Verantwortung zu übernehmen, bitte per email an philip.plank@uniqa.at.

Ein Dankeschön für das Engagement

Lieber Manfred, lieber Christian,
liebe Mitglieder,

ich möchte diesen Newsletter nutzen, um auch auf diesem Weg meinen zwei Kollegen, Prof. DDr. Christian Buchta und DI Manfred Rapf, die sich nicht mehr der Wiederwahl gestellt haben, für Ihr langjähriges Engagement für unseren Berufsstand zu danken. Beide haben den Vorstand der AVÖ mit ihren Sichtweisen bereichert, die in den nicht immer einfachen Diskussionen sehr wertvoll waren. Christian Buchta hat neben seiner langjährigen (und die ist wirklich langjährig!!) Erfahrung aus den internationalen Education Committees der AAE (er war schon zu Zeiten für die AVÖ in diesem Committee, als die AAE noch Groupe Consultatif geheißen hat) und der IAA, vor allem seine Expertise als universitärer Lehrer und als Geschäftsführer des SIAS eingebracht. Damit hat er den sonst überwiegend aus Personen von Unternehmen bestehenden Vorstand inhaltlich um wichtige Aspekte bereichert. Manfred Rapf hat in seiner ruhigen und unaufgeregten Art als mein Vorgänger als Präsident seine Erfahrungen aus seinen Funktionen als Vorstand eines großen Versicherungsunternehmen und als langjähriger Branchenvertreter im Versicherungsverband eine breite Fachexpertise, aber vor allem eine offene Führungskultur mitgebracht, die uns immer wieder geholfen hat uns darauf zu fokussieren, welche Verantwortung wir als Vorstand der AVÖ für unseren Berufsstand haben.

Ich möchte beiden für ihre Arbeit im Vorstand der AVÖ ganz herzlich danken!

Hartwig Sorger

Das Punschfest 2022

Am 18.12.2022 waren die Mitglieder der AVÖ wieder zu einem Zusammentreffen mit Punsch und winterlicher Verköstigung im KLYO Urania eingeladen, hier ein kleiner Rückblick darauf:

Save the Date: AVÖ Generalversammlung 2023

Die diesjährige Generalversammlung wird am 13.Juni im Talent Garden  in der Liechtensteinstraße in Wien stattfinden:

Vor der Generalversammlung wird es auch wieder spannende Fachvorträge geben, wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Dieses Jahr werden auch der Vorstand sowie die weiteren Gremien der Aktuarvereinigung neu gewählt, die Wahlvorschläge sowie die Agenda zur Generalversammlung werden zeitgerecht bekanntgegeben.

Details und aktuelle Informationen werden laufend dem Mitgliederbereich hinzugefügt, über die Anmeldung werden alle Mitglieder zeitgerecht per Email informiert.

Core Syllabus for Actuarial Training in Europe

Die AAE hat im Oktober 2019 den aktuellen Core Syllabus for Actuarial Training in Europe verabschiedet. Ziel dieses Syllabus ist es Mindeststandards für die Aktuarsausbilung zu setzen und eine Harmonisierung zwischen den europäischen Aktuarsvereinigungen zu schaffen.

Dabei wir die genaue Umsetzung des Syllabus von der AAE nicht vorgeschrieben. Dementsprechend können wir weiterhin in Österreich diesen mittels mehreren einzelnen fachspezifischen Prüfungen umsetzen. An der konkreten Umsetzung wird aktuell noch gearbeitet.

Der Syllabus besteht aus drei Teilen:

  • Prerequisite – Foundation Mathematics: In diesem Abschnitt ist das mathematische Grundwissen dargestellt, das wir in unserer Ausbildung mit der Voraussetzung eines mathematischen oder artverwandten Studiums bereits lange abgedeckt haben.
  • Basic actuarial education: Dieser Bereich beschäftigt sich mit der tatsächlichen aktuariellen Ausbildung und ist in neun Bereiche unterteilt. In welcher Tiefe die genannten Themen abgedeckt werden, wird mittels Bloom’s Taxonomy festgelegt. Es gibt keine konkreten Anforderungen an Semesterwochenstunden oder ECTS, diese können aber weiterhin verwendet werden um die Tiefe zu messen.
  • Advanced skills: Hierbei handelt es sich um eine nicht abschließende Auflistung von Bereichen, in denen sich Aktuare vertiefen können. Anders als bei der basic actuarial education können hier Schwerpunkte gesetzt werden, die sich an persönlichen Interessen und beruflicher Relevanz orientieren.

Ein wesentlicher Teil der Aktuarsausbildung ist somit Abschnitt Basic actuarial education mit neun Bereichen, der hier noch etwas genauer dargestellt ist:

  • Statistics: Die Anwendung statistischer Methoden in aktuariellen Bereichen.
  • Economics: Die Prinzipien von Mikro- und Makroökonomie bzw. allgemein der Finanzwirtschaft kennen, um die Auswirkungen auf das Versicherungsgeschäft verstehen zu können.
  • Finance: Unternehmensinterne Themen angefangen bei der Finanzmathematik über Buchhaltung und das Berichtswesen.
  • Financial Systems: Das Umfeld eines Anbieters von aktuariellen Produkten; angefangen vom Sozialsystem zur Regulierung des Marktes.
  • Assets: Die Bewertung von Finanzprodukten sowie Verständnis von Investment Strategien.
  • Data and Systems: Datensammlung, Fragen der Ethik, Daten Analyse, Visualisierung und Präsentation.
  • Actuarial Models: Hier finden sich die klassischen aktuariellen Bereiche Lebens-, Kranken- und Schadensversicherung sowie die aktuarielle Modellierung.
  • Actuarial Risk Management: Risiken zu verstehen, Risiken messen, Risiken monitoren.
  • Personal and actuarial professional practice: Neben den professional Standards ist auch die effektive Kommunikation ein wesentliches Thema in diesem Abschnitt.

Jeder einzelne der neun Bereiche ist dann wiederum viele granulare Themen unterteilt. Nicht jeders dieser Themen hat das selbe Gewicht. Bei manchen Themen ist es ausreichend sich grundlegende Fakten zu merken. Dies würde in der Blooms Taxonomy dem Niveau „A1“ entsprechen. Dabei steht „A“ für faktisches Wissen und „1“ für erinnern bzw. wiedererkennen. Bei anderen Themen ist es notwendig selbstständig das abstrakte Wissen in einem neuen Beispiel umsetzen zu können. Dies wäre dann das Niveau „D6“ dabei steht „D“ für über faktisches, konzeptuelles und prozessbezogenes Wissen hinausgehend und „6“ für erstellen und planen. Dabei sind auch alle Kombination der vier Buchstaben von A bis D und den Ziffern von 1 bis 6 möglich.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass der AAE Syllabus sich nicht nur auf aktuarielle Kernbereiche beschränkt, sondern auch ein Verständnis für das rechtliche und wirtschaftliche Umfeld fördert. Sehr zu schätzen ist auch, dass das Thema Kommunikation hervorgehoben wird, da wir nicht nur im stillen Kämmerchen vor uns hinarbeiten, sondern aktiv in unseren Unternehmen eingebunden sind und wesentlichen Input in vielen Bereichen liefern können.

Worin liegen die Herausforderungen in der Umsetzung in Österreich?

Ziel ist es weiterhin die Aktuarsausbildung so zu gestalten, dass sie leicht zugänglich ist. Dazu gehört, dass möglichst viele Fächer aus dem Studium anerkannt werden können und es Möglichkeiten gibt fehlende Teilbereiche möglichst unkompliziert nachzuholen. Der große Teil der notwendigen Themen war bereits in den bestehenden Aufnahmerichtlinien abgedeckt. Hinsichtlich einzelner Themen wird jedoch noch analysiert ob geringe Anpassungen notwendig sind.

Wir sehen hier die Notwendigkeit sicherzustellen, dass zukünftige Aktuare und Aktuarinnen die Möglichkeit haben alle Themen in der ausreichenden Tiefe kennenzulernen, ohne gleichzeitig Anforderungen zu stellen, die weit über die Mindestanforderungen hinausgehen und so unverhältnismäßig hohe Ansprüche an die theoretische Ausbildung zu stellen.